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3D-Kino für Bio-Labore

Software zur Darstellung von 3D-Molekülen

Bioinformatiker in Saarbrücken und Tübingen haben die frei verfügbare Software Ballview entwickelt, mit der komplizierte Moleküle und deren physikalische Eigenschaften, aber auch umfangreiche biologische Systeme wie etwa Viren berechnet und in 3D visualisiert werden können. Die stereoskopischen Bilder werden dabei auf eine Bildwand projiziert, wo sie der Betrachter durch eine 3D-Brille sehen und mithilfe eine 3D-Spacemouse auch verschieben, in einzelne Bereich hineinzoomen und diese bearbeiten kann. Über Infrarotsensoren werden zudem die Kopfbewegungen des Anwenders erfasst, sodass eine Steuerung per Headtracking möglich ist.

Die von Dr. Andreas Hildebrandt geleitet Forschergruppe am Zentrum für Bioinformatik und dem Intel Visual Computing Institute der Universität des Saarlandes hat die neue Visualisierungstechnik mit einem Ray-Tracing-Verfahren kombiniert, das vom Computergrafik-Team um Professor Philipp Slusallek zur Marktreife gebracht wurde. Damit können die räumlichen Strukturen der Moleküle auf realistische Weise mit Licht, Schatten und Spiegelungen dargestellt werden. Diese erweiterte Ballview-Software, die bisher nur an zweidimensionalen Bildschirmen zum Einsatz kam, kann dadurch nun auch im 3D-Kino an der stereoskopischen Bildwand betrachtet werden.

In das Programm wurde zudem die neue 3D-Technolgie „XML3D“ integriert, die Forschergruppen auf der ganzen Welt die Zusammenarbeit ermöglicht, indem den Austausch und die Anzeige von dreidimensionale Darstellungen über das Internet unterstützt. Die Technologie wurde von einem Forscherteam um Professor Philipp Slusallek am Intel Visual Computing Institute und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz entwickelt. Durch eine Erweiterung von gewöhnlichen Webbrowser können damit komplexe dreidimensionale Grafiken verarbeitet werden.
www.ballview.org

 

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